Aus den Mary Baker Eddy Papers: Arbeit und Elternschaft im Jahr 1885 (Teil 1)

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Foto von Mary Baker Eddy, P00250
Janet T. Colman an Mary Baker Eddy, 28. November 1885, 392.50.015
M. Bettie Bell an Mary Baker Eddy, 6. Dezember 1885, 020A.09.005
Foto von M. Bettie Bell, P00363

Mehrere Frauen schrieben Briefe an Mary Baker Eddy, in denen sie konkrete Herausforderungen ansprachen, die sie beim Start ihrer Heilpraxis der Christlichen Wissenschaft hatten – während sie gleichzeitig ihre Familie versorgen mussten. Wir dachten, diese Korrespondenz könnte in dieser Zeit von besonderem Interesse sein, da so viele Eltern – besonders Mütter – neue Anforderungen bewältigen müssen, um Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen.

M. Bettie Bell nahm 1885 bei Mary Baker Eddy Klassenunterricht in der Christlichen Wissenschaft und half anschließend, die Christliche Wissenschaft im Raum Chicago zu etablieren. Sie hatte kleine Kinder und musste Wege finden, ihr wachsendes Interesse an der Christlichen Wissenschaft mit der Versorgung ihrer Familie zu verbinden. Bell schrieb Mrs. Eddy im September 1885:

Ich komme diesen Winter nach Boston, wenn ich kann[.] Ich versuche, meine Mutter zu heilen, damit sie bei meinen Kindern bleiben kann – Sie sagt, wenn ich sie heile, dann gibt sie mir dreihundert Dollar, um zu Mrs. Eddy zu fahren. Meine ganze Familie drängt mich zu fahren – Mein Mann ist der einzige, der das nicht will – & zuerst war er derjenige, der es am meisten wollte – 1

Bell nahm später im selben Jahr am Klassenunterricht teil. Als sie nach Hause zurückkehrte, schrieb sie, dass die Famililie ihre sofortige Hilfe brauchte:

Meine geliebte Familie hieß mich am Donnerstagmorgen herzlich willkommen und meine beiden Kleinen klagten über die Annahme remittierenden Fiebers – Heute Morgen sind sie vollständig gesund und sehr fröhlich – Sie können nicht wissen, wie glücklich ich über meine neue Unterweisung bin[.] Kann die Frage des Tierischen Magnetismus mit überraschendem Erfolg handhaben – weiß nicht, warum ich im Glauben so verwirrt und umnebelt war. – wahrlich „der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ – vielen Dank für Ihre Geduld, Großzügigkeit und Zartheit – 2

Mrs. Eddy antwortete: „Gott segne die Lieben, sagten meine Lippen von sich aus, als ich den Brief las.“3

Bell schrieb voller Dankbarkeit zurück und schloss ihren Brief mit der Beschreibung, welche Auswirkungen die Christliche Wissenschaft auf ihre Familie hat:

Meine vierjährige Daisy sagt – Mama, die „Behandlung“, die mir am besten gefällt ist „Gott ist Liebe Er wird, [sic] mich waschen und weißer machen als Schnee“ – Sie sagt, „das ist die hübscheste Behandlung bisher – Ich habe Grund zur Dankbarkeit und danke Gott, dass meine Kleinen natürliche Christen sind – Meine alte Frau Mutter ist nach 25-jähriger Invalidität geheilt und gibt ihren acht Kindern täglich wunderschöne Behandlungen – Mein Mann lässt Mrs. Eddy seine Liebe ausrichten und ihr sagen, dass er ebenfalls lernt – Sie sehen also, dass wir alle aufstehen und Sie segnen – Ich hatte das Haus voller Damen und wir sprachen den ganzen Tag über die Wissenschaft – Gottes Name wird verherrlicht – möge der Sanfte Hirte uns helfen, Liebe zu erkennen, wünsche ich mir zutiefst – 4

In unserem August-Newsletter werden wir Teil 2 dieses Artikels vorstellen und andere Mütter ins Blickfeld rücken, die bei Mary Baker Eddy Unterricht hatten und ihre Karriere als öffentliche Heilerinnen begannen.


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  1. M. Bettie Bell an Mary Baker Eddy, 9. September 1885, https://mbepapers.org/?load=020A.09.004.
  2. M. Bettie Bell an Mary Baker Eddy, 6. Dezember 1885, https://mbepapers.org/?load=020A.09.005.
  3. Mary Baker Eddy an M. Bettie Bell, 14. Dezember 1885, https://mbepapers.org/?load=L09898.
  4. M. Bettie Bell an Mary Baker Eddy, 31. Dezember 1885, https://mbepapers.org/?load=020A.09.006.